Angst vor dem Zahnarzt

Welche Gründe machen im Einzelnen die Angst aus?

(Teil zwei) Die Teilnehmer der Studien nannten mehrere Gründe für die Angst vor dem Zahnarztbesuch. Es geht dabei einerseits um die als bedrohlich empfundenen Behandlungsgeräte wie Bohrer und Spritze; auch die Scham spielt eine große Rolle. Immerhin ist der Anblick eines Gebisses, das nach vielen Jahren ohne zahnärztliche Behandlung und Pflege geblieben ist, nicht etwas, was man einem anderen Menschen gerne präsentiert. Und auch die Angst selbst ist den Patienten peinlich.

Zahnärzte können viel gegen die Angst tun

Schon ein gemütliches Wartezimmer ohne allzu klinische Atmosphäre kann erste Schwellenängste nehmen. Sitzt der Patient dann auf dem Stuhl, kann der Zahnarzt in puncto Information und Erklärung gar nicht zu viel tun. Ein grober Abriss der zu erwartenden Behandlung und die detaillierte Ankündigung jedes Behandlungsschrittes sind nachweislich Angst reduzierend. Einen großen Teil der Angst vor dem Zahnarzt machen die drohenden Schmerzen aus. Da empfiehlt sich der Einsatz von Analgetika – selbst in Fällen von relativ schmerzarmen Behandlungen. Auch das Gefühl, dem Zahnarzt ausgeliefert zu sein, bildet einen Teil der Angst. Da kann eine Absprache über nonverbale Kommunikation hilfreich sein – ein Handzeichen kann man z.B. absprechen. Das vermittelt dem Patienten das Gefühl, einen Teil der Kontrolle selbst zu haben. Und wenn der Zahnarzt sein Mitgefühl wegen auftretender Schmerzen zum Ausdruck bringt, wird auch dies helfen, eine Vertrauensbasis aufzubauen.