Zahnarzt und Kardiologe: Gemeinsam Infarkte verhindern
Patienten, deren Gesundheitszustand die Gefahr eines Herzinfarktes birgt, sollten nicht nur einen Kardiologen aufsuchen, auch der behandelnde Zahnarzt kann einiges tun, um das Risiko eines Infarktes zu senken. Wenn eine Parodontitis vorliegt, ist eine intensive und konsequente Behandlung unumgänglich. Parallel dazu sollten eine professionelle Zahnreinigung sowie die Einweisung in eine optimale Zahn- und Mundhygiene erfolgen. Mehrere Untersuchungen belegen, dass ein enger Zusammenhang zwischen den Konsequenzen dieser Maßnahmen und einer verbesserten Verfassung der Gefäße besteht. Die Therapie ist jedoch nicht der einzige Beitrag, den der Zahnarzt leisten kann.
Untersuchungen und Diagnostik reduzieren Infarktrisiko
Der enge Zusammenhang von zahnmedizinischen Maßnahmen und dem verbesserten Zustand der Gefäße legt interdisziplinäre Maßnahmen nahe. Das beginnt damit, dass Zahnärzte ihre Parodontitis-Patienten auf das erhöhte Infarktrisiko hinweisen und ihnen nahelegen, einen Kardiologen aufzusuchen. Insbesondere sollte dies geschehen, wenn der Zahnarzt Kenntnis davon hat, dass die betroffenen Patienten weitere Risikofaktoren aufweisen wie z.B. Übergewicht, Diabetes oder wenn sie Raucher sind. Auf der anderen Seite sollten Kardiologen ihren Patienten grundsätzlich die Notwendigkeit einer umfassenden zahnärztlichen Begleitung nahelegen. Zahnärzte und Kardiologen sollten jeweils Fragen zu dem genannten Krankheitsgebiet in ihre Anamnesebögen integrieren.