Zahnarztangst: Dentalphobie ist weit verbreitet

In der Psychologie bezeichnet man die Angst vor dem Zahnarzt mit dem medizinischen Begriff Dentalphobie. Mit dieser Diagnose gehen Patienten zum Zahnarzt, die sich mit diversen Ängsten vor der Behandlung beim Zahnarzt quälen. Dieses Phänomen trifft auf ungefähr zehn Prozent der Menschen zu, und diese Zahl ist ein triftiger Grund für die Erforschung von Behandlungsmöglichkeiten. Denn immerhin riskieren die Menschen, die den Gang zum Zahnarzt scheuen, gesundheitliche Konsequenzen – ganz abgesehen davon, dass sie häufig Schmerzen ertragen, die mit einer Behandlung beim Zahnarzt beseitigt werden könnten.

Zahnarztangst – Studien geben Aufschluss über mögliche Konsequenzen

Vor einigen Jahren hat man an der Universität in Wuppertal eine Studie zum Thema Zahnarztangst durchgeführt. Man hat dafür die Befunde von siebzig Patienten untersucht, die ungefähr zehn Jahre nicht beim Zahnarzt waren. Dies ist jedoch nicht die einzige Studie, an weiteren Universitäten z.B. in Europa sind vergleichbare Auswertungen durchgeführt worden. Im Ergebnis kam dabei heraus, dass im Schnitt neun von zehn Zähnen von Karies befallen waren; von diesen waren etwa ein Drittel nicht mehr zu heilen. Umso wichtiger ist es, weiter an Therapien für Patienten mit Dentalphobie zu arbeiten.