Zahnarztangst – ein verbreitetes Phänomen

Die Angst vor dem Zahnarztbesuch ist ein so stark verbreitetes Phänomen, dass sie laufend von Studien und Umfragen begleitet wird. Das Ziel: die Zahnärzte möchten so viele Patienten wie möglich davon überzeugen, dass es Behandlungsmöglichkeiten gibt, die die Angst mindern oder sogar beseitigen können. Konkret haben die Patienten Angst vor Schmerzen und davor, dem Zahnarzt ausgeliefert zu sein. Wenn man erst einmal im Behandlungsstuhl sitzt und der Zahnarzt mit der Behandlung beginnt, ist dieses Gefühl besonders ausgeprägt. Da hilft es oft auch nicht, wenn der Zahnarzt in aller Ausführlichkeit die Schritte seiner Behandlung erklärt. Um diesen Ängsten vor dem Zahnarzt zu begegnen, gibt es unterschiedliche Ansätze. Immer mehr Zahnärzte haben zum Beispiel eine zusätzliche Ausbildung im psychotherapeutischen Bereich.

Ablenkung ist nur eine von mehreren Methoden gegen Zahnarztangst

Zahnärzte, die sich auf Angstpatienten spezialisiert und entsprechende Zusatzausbildungen absolviert haben, verfügen über ein Spektrum von mehreren Strategien. Eine davon ist die Ablenkung. Das klappt zum Beispiel mit Musik oder auch mit Filmen, die der Patient hören und auch sehen kann. Der entsprechende Geräuschpegel übertönt nicht nur die Bohrgeräusche, er verlegt auch den Fokus des Interesses von der Angst auf das musikalische bzw. filmische Angebot. Dieses Umlenken der Konzentration führt zum Beispiel dazu, dass sich der Herzschlag verlangsamt und sich der Patient dadurch beruhigt. Ähnlich in der Wirkung ist die Methode der Phantasiereise. Dabei gibt der Zahnarzt eine angenehme Situation vor und regt den Patienten an, sich den Fortgang dieser Situation vorzustellen: man kann sich zum Beispiel einen Palmenstrand vorstellen und an diesem Ort einen Spaziergang starten, begleitet von wunderschönen Bildern. Die Methode der Ablenkung ist gut geeignet für Patienten, die sich nicht hypnotisieren lassen möchten.