Zahnarztangst: Entspannungstechniken können helfen
Die Situation beim Zahnarzt: Man sitzt nicht auf dem Behandlungsstuhl, sondern man liegt, und der Ausstieg ist schwierig. Man hat eventuell schon Zahnschmerzen – aber große Befürchtungen, dass diese schlimmer werden. Man hört und sieht zum Teil, was der Zahnarzt tut, kann es aber kaum nachvollziehen. Kurz und nicht gut: man fühlt sich ausgeliefert, vor allem, wenn man zu den Patienten gehört, die unter Zahnarztangst leiden.
Zahnarztangst betrifft ca. drei Viertel aller Patienten
Auch wenn immer mehr Zahnärzte ausführlich jeden Arbeitsschritt genau erklären, den sie am Patienten vornehmen: Angst ist etwas Irrationales und löst sich mit diesem pragmatischen Vorgehen meistens nicht auf. Die Anzahl der Zahnärzte, die sich auf therapeutischer Ebene weitergebildet haben, wächst. Zahnmediziner, die diese Richtung gewählt haben, verfügen über eine Menge Handwerkszeug, mit dem sie ihren Patienten nicht nur die Behandlung erleichtern können; es kann sogar gelingen, die Zahnarztangst mittel- bis langfristig abzubauen.
Mehrere Wege können zum Abbau der Zahnarztangst führen
Sehr wirksam bei Angstpatienten sind äußere Ablenkungen. Diese können mit Musik im Sprechzimmer erzeugt werden oder auch mit Filmen. Einige Praxen haben Deckengemälde direkt über den Behandlungsstühlen angebracht, deren intensive Betrachtung manchen Schmerz vergessen lässt. Auch Phantasiereisen haben diesen Effekt. Der Zahnarzt gibt eine Ausgangssituation vor, z.B. eine Bergwanderung. Der Patient schließt die Augen und begibt sich dann auf Wanderschaft in seinem Kopf. Das Erschaffen eigener Bilder fokussiert die Sinne und lenkt von der eigentlichen Situation ab.