Zahnarztangst – Verhaltenstherapie kann helfen

Patienten, die wegen ihrer Zahnarztangst den Besuch beim Zahnarzt meiden, nennen am häufigsten die Angst vor dem Bohrer und der Spritze. Gerade weil diese Patienten häufig erst dann in die Praxis kommen, wenn die Beschwerden unerträglich geworden sind, bleibt der Einsatz dieser beiden „Angsterzeuger“ unumgänglich für den Zahnarzt. Die Forschung beschäftigt sich nach wie vor mit Möglichkeiten, Angstpatienten zu helfen und entsprechende Therapien zu entwickeln und auszuprobieren. Eine aktuelle Studie hat ergeben, dass neben Hypnose und weiteren Anwendungen auch das Einüben verhaltenstherapeutischer Schritte hilfreich sein kann.

Zahnarztangst kann mit Verhaltenstherapie überwunden werden

Die Grundlage der Verhaltenstherapie beruht auf der These, dass unser Verhalten nicht von der objektiven Wirklichkeit bestimmt wird, sondern von der subjektiven Sichtweise jedes Betroffenen. Daraus ergibt sich, dass sich die Verhaltenstherapie mit dem Wahrnehmungsprozess beschäftigt: es geht um dessen aktive Gestaltung des jeweiligen Patienten. Therapeut und Angstpatient entwickeln gemeinsam Schritte, die individuell auf den Patienten zugeschnitten sind und ausführlich eingeübt werden. Auf der Basis der Ergebnisse von 130 Patienten, die an der erwähnten Studie und diesen Therapie-Versuchen teilgenommen haben, ergab sich ein Anteil von ca. 80 Prozent mit positivem Ausgang. Diese Angstpatienten konnten sich nach erfolgter Verhaltenstherapie einer Zahnarztbehandlung ohne Beruhigungsspritze unterziehen.