Zahnarztangst – Vieles kann helfen
Die Angst vor dem Zahnarzt muss kein Dauerzustand bleiben. Hilfsangebote sind vielfältig und können sich schon auf die Zeit vor der Behandlung beziehen – der Gang zum Behandlungsstuhl sollte von Mal zu Mal möglichst angstfreier werden. Der Zahnarzt kann sehr viel tun, um seinen Patienten die Angst zu nehmen. Ersten Schwellenängsten kann man z.B. mit einem gemütlichen Wartezimmer begegnen. Eine klinische Atmosphäre muss an diesem Ort wirklich nicht sein, und sie ist leicht zu vermeiden. Das richtige Mobiliar, warme Farben, Beschäftigungsmaterial – die Möglichkeiten sind vielfach und zahlreich. Mit ein paar Klötzchen und Kinderbüchern ist es da nicht getan, die gibt es in nahezu jeder Praxis. Doch die Zahnarztangst ist nicht nur bei Kindern verbreitet, auch viele Erwachsene leiden unter diesem Phänomen.
Der Zahnarzt kann zur Angstreduzierung beitragen
Zahnarztangst ist ein vielschichtiges Phänomen. Wenn der Patient sich im Wartezimmer einigermaßen wohl fühlt, ist das zwar angenehm, reicht aber bei weitem nicht aus, um die Angst zu besiegen. Einen sehr wichtigen Beitrag dazu kann der Zahnarzt dann beim ersten Gespräch im Behandlungsstuhl leisten. Die verschiedenen Ebenen der Zahnarztangst sollten allesamt bei der Behandlung berücksichtigt werden. Eine davon ist die Angst, dem Zahnarzt ausgeliefert zu sein. Nicht nur, weil er dem Patienten Schmerzen bereiten könnte, auch weil er selbstverständlich einen riesigen Wissensvorsprung hat. Dass detaillierte Informationen über jeden einzelnen Behandlungsschritt die Zahnarztangst reduzieren, ist inzwischen nachgewiesen. Und die Angst vor den drohenden Schmerzen lässt sich mit dem Einsatz von lokaler Betäubung und Schmerzmitteln ebenfalls eindämmen.