Frühkindliche Karies schädigt Milchgebisse

Für mehrere Altersgruppen werden regelmäßig Studien zur Zahngesundheit durchgeführt. Während die aktuellen Ergebnisse bei 12-jährigen Kindern zu Erleichterung Anlass geben, sieht die Situation bei kleinen Kindern mit Milchzähnen eher Besorgnis erregend aus. Die Gründe für die hohe Anzahl von Karies-Diagnosen bei Kindern von sechs und sieben Jahren sind vielfältig. Immer noch bekommen Kleinkinder von ihren Eltern stark gesüßte Getränke im Fläschchen, deren schädigende Wirkung bereits vor dem Erscheinen der ersten Zähnchen beginnt. Trotz der von Zahnmedizinern dringend empfohlenen gezielten Prophylaxe werden Babys und Kleinkinder nicht in genügend hoher Anzahl regelmäßig dem Zahnarzt vorgestellt. Die Folge: statt kleiner weißer Perlenzähne, wie man sie auf Werbefotos sieht, entstehen schwarze Zahnstümpfe mit massiven Schäden.

Karies befallene Milchzähne werden unzureichend versorgt

Einer von den wesentlichen Faktoren für das verheerende Ergebnis bei kleinen Kindern liegt laut Studien in der Anzahl von zugewanderten Familien aus Krisenregionen. Die Eltern sind meistens nur unzureichend über die Gefahren von zucker- und fetthaltiger Ernährung informiert, vor allem die fatalen Auswirkungen auf die Zähne der Kinder sind nicht bekannt. Zudem spielt es eine große Rolle, dass für diese Kinder die Prophylaxe-Angebote nicht zugänglich sind. Besonders bedenklich ist in diesem Zusammenhang die Tatsache, dass im Schnitt nur die Hälfte aller Karies-Befunde in Milchgebissen zahnmedizinisch versorgt wird. Vor diesem Hintergrund kann man nicht genug betonen, wie ausgeprägt ein frühzeitiger Aufklärungsbedarf ist. Am besten beginnt dies bereits während der Schwangerschaft.